Bilder der lerntherapeutische Praxis

Fallberichte/Referenzen

Schon viele lernten bei uns Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen durch Üben mit Hilfe von geeigneten Arbeitsmaterialien wie dem Marburger Rechtschreibprogramm, dem Rechtschreib-Training von S. Reiner oder einem der vielen anderen. Wenn Üben jedoch nicht gelingt oder leichter und freudvoller stattfinden soll, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Dazu haben wir Briefe und Berichte von Müttern, Schülern und betroffenen Erwachsenen für Sie zusammengestellt:

 

Moritz
Rückmeldung der Mutter: "Sehr geehrter Herr Reiner, unser Sohn ist 11 Jahre alt und in der 5. Klasse Hauptschule. Bereits in der 3. Klasse wurde bei ihm LRS diagnostiziert. Daraufhin haben wir 60 Therapiestunden in den letzten 1 ½ Jahren erhalten. Mit mäßigem bis gar keinem Erfolg. Dann habe ich letzten September den Weg in Ihre Praxis gefunden. Seit Oktober hat unser Sohn einmal die Woche eine Stunde. Das Ergebnis ist sensationell. Die Noten in der Schule haben sich von 5 in Deutsch auf 3 gebessert, Tendenz steigend. Natürlich ist nach dieser kurzen Zeit noch keine Beständigkeit zu erwarten, doch der Weg stimmt. 
Vielen Dank für Ihre Hilfe!"

 

Laurentia (Bild links) malte und schrieb im Vorschulalter mal mit rechts und mal mit links - oft spiegelverkehrt wie man auf linkem Bild siehen kann.  Dies weist eindrucksvoll auf eine Händigkeitsthematik hin. In einer diffenzierten Diagnostik wurde herausgefunden, dass sie echte Linkshänderin ist. Sie schreibt dann ab Schulbeginn links, eine Therapie war nicht erforderlich. Inzwischen - Frühjahr 2011 - studiert sie!

 

Holger (Bild links)

10 Jahre, 4. Klasse, Grundschule. Anlass: Legasthenie („Therapieresistenz“ nach 1 Jahr herkömmlicher Legasthenietherapie) Holger: „Das habe ich hier gelernt: Jetzt kann ich mir Wörter (Wortbilder) viel besser vorstellen, weil ich alle Buchstaben abgetastet habe! Mit der tollen Konzentrationstechnik (nach Davis) kann ich viel besser lernen und schreiben: heute sogar eine 1 in HSU. Die Arbeitsblätter bei einer anderen Therapie haben mir nicht geholfen. Wie wenig Stress und wie viel Freude ich jetzt habe zeigt dieses Bild.“

 

Zwillinge: "Hallo, nach der letzten Therapiestunde hatten meine Zwillinge mit Deiner 1 · 1-Methode sehr viel Freude, denn das Lernen ging viel leichter! Auf der Auto-Rückfahrt haben sie die ganze Zeit weitergerechnet! Inzwischen haben sie die Methode dem großen Bruder beigebracht – danke!" C. aus Übersee, Lerntherapeutin (hier in Ausbildung),

 

A.D. aus Frankfurt: "Ich wollte mich bei Dir ganz herzlich für die Art der 1 x 1 Vermittlung bedanken. Ich habe dies letzte Woche mit zwei Kindern ausprobiert, die trotz mehrmaligem Üben auf verschiedene Arten in der 5. und 7. Klasse die 6er, 7er und 8er-Reihen sich einfach nicht merken konnten. ...Beide konnten nach nur wenigen Minuten das 1x1 und können es auch diese Woche noch problemlos. Erstaunlich, aber wahr!"

 

Claudia: "Hallo Herr Reiner, ich habe die Mittlere Reife bestanden! Nach den Ferien bleibe ich am IUS, mit dem Ziel in 2 Jahren das Abitur zu machen. Ich wollte mich nochmal bei Ihnen bedanken. Alles was Sie mit mir erarbeitet haben, hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass ich die Abschlussprüfung in Mathe bestanden habe. Viele Grüße, Claudia" 13.9.2010


Ein Spezialgebiet von uns ist es, herauszufinden, wer Bilddenker ist und welche besonderen Techniken/Hilfen diese benötigen, um sich erfolgreich konzentrieren und leicht lernen zu können. Wie denken eigentlich Bilddenker? Sie haben so intensive und oft auch 3-dimensionale Bilder, dass sie manchmal sogar Wirklichkeit und Vorstellung ihrer innere Bilderwelt (Phantasie) verwechseln!

Sophia nennt es in ihrer Beschreibung „Wahrheit“

 

Sophia 9 Jahre, 4. Klasse Grundschule, Eltern getrennt. Anlass: Dyskalkulie/Rechenschwäche, Konzentrationsprobleme. Sophia erzählt: „Ich habe das Problem, wenn ich mich in der Schule auf etwas konzentriere, sehe ich meinen Vater z. B. auf der Tafel tanzen und das ist mein Problem; ist gemein, weil ich ihn wirklich ... sehe, wie ich meine Mutter z.B. sehe. [Vater lebt in London] Die Wahrheit und die Nicht-Wahrheit vermischen sich miteinander. Und wenn man nichts dagegen tut, kann man die wirkliche Wahrheit und die Nicht-Wahrheit nicht mehr voneinander unterscheiden. Habe meinen Vater – das war eigentlich noch ganz witzig – in der Suppe gesehen, aber dann wurde es immer nerviger und nerviger und ich ging zu meiner Mutter und war schlecht gelaunt.“ Sophia ist typische Bilddenkerin und hat das Talent, dass sie ein bildhaftes Gedächtnis hat, ein 3-D-bildhaftes Gedächtnis und die Wahrnehmung so wandern lassen kann und jetzt erzählt sie selbst, wo sie das erlebt: „Ich erlebe das meistens im Klassenzimmer – ich habe mitten auf meiner Stirn ein Auge, ich sehe es nicht, aber ich habe in meinem Kopf Bilder, die mir das Auge zeigt und die ich nicht sehen will.“ („Auge“ könnte man Wahrnehmungsorgan für innere, vorgestellte Bilder nennen.) Sophia lernt eine Konzentrations-/Orientierungstechnik, die nur 3-D-Bilddenker ausführen können. Hr. Reiner: „Wie geht das Schreiben jetzt?“ Sophia: „Das Schreiben geht besser und die Bilder sind weg und ich sehe im Moment alles, was ich wirklich sehen will, die Wirklichkeit und ich bin zufrieden.“ Etwas später: „..... es [das aus der inneren Bilderwelt] ist wieder da, aber ich kann mich schon etwas besser konzentrieren auf das, was ich wirklich sehen will und das ist für mich gut, weil ich jetzt etwas normaler bin – wie die anderen – und ich kann das Auge jetzt auch steuern, ich kann sagen, wo ich will, dass es hingeht, und das ist das Tolle daran.“ Ihre Mutter beschreibt die Auswirkungen so: „Die Hausaufgaben macht meine Tochter jetzt viel schneller und zeigt weniger Widerstand dabei.“

Felix, 7. Jahre, 1. Klasse, Grundschule, aus Kempten. Anlass: Lernprobleme, Verdacht auf Legasthenie. Viele Legastheniker sind Bilddenker und haben das Talent des bildhaften Denkstils – dies kann sich bei Buchstaben aber nachteilig auswirken. Wenn eine Therapie jedoch frühzeitig und mit der geeigneten Methode beginnt, kann eine schwere Legasthenie verhindert werden. Dies beschreibt die Mutter von ihrem Sohn Felix. Brief der Mutter: „Im November nach der Einschulung merkte ich, dass mein Sohn Felix Probleme größerer Art in der Schule hat. Das Lesen ging sehr stockend, er konnte die Buchstaben nicht zusammenziehen, so entstand n-i-n-o. Es dauerte sehr lange, bis ein umfangreicheres Wort zusammengesetzt werden konnte. Im Rechtschreiben entstanden die tollsten Kombinationen Tro statt Tor, die Buchstaben wurden verwechselt usw. Dazu kam eine tiefe Depression von Felix, „ich bin der schlechteste in der Klasse, alle lachen mich aus, ich will nicht mehr in die Schule“. Sofort war mir klar, dass ich helfen muss, zumal mein 2. Sohn Christoph und mein Mann („sehr erfolgreicher Zahnarzt“, S. Reiner) Legastheniker sind. Ein Gespräch mit Felix Lehrerin brachte das Ergebnis, dass Felix zwar nicht der schlechteste Schüler war, aber sich im unteren Drittel der Klasse befand. Gleich im Januar 1999 hatte ich einen Termin bei Hr. Reiner in München. Dort wurde Felix genau untersucht. Daraufhin wurde mit ihm das Alphabet geknetet und durchgearbeitet (Bilder geschaffen) und die Orientierungs- und Konzentrationstechnik nach R. Davis vermittelt. Trotz des weiten Weges nach München machten wir die Fahrt bis Ostern 4x. Es war sehr erfolgreich. Gleich im Februar kam Felix mit dem laufenden Lesetext gut mit und auch die Rechtschreibung wurde besser. Sein Selbstbewusstsein stieg. Er sagte 2 Monate nicht ein Mal „Ich kann das nicht!“. Er ist sehr selbstbewusst geworden und wehrt sich auch in der Schule gegen Übergriffe vermeintlich stärkerer Mitschüler. Ein Termin zur Sprechstunde bei seiner Lehrerin brachte das Ergebnis, dass er sich 100% gesteigert hat und sie sehr zufrieden mit ihm ist. Zur Zeit liest er Texte frei und flüssig und seine Diktate liegen zwischen 0-3 Fehler. Toll!!! Jetzt haben wir ein Problem mit dem Zahlenübergang vom 10er. Ich bin zuversichtlich, dass wenn er „Bilder von den Zahlen“ hat, sich diese Probleme auch lösen werden. Um eine eventuelle staatliche Förderung zu bekommen, stellte ich im Januar 1999 Felix einer Kinderpsychiaterin vor. Nach umfangreichen Tests, sagte diese, dass die Intelligenz von Felix nicht seinem Alter entspreche, was mich sehr deprimierte. Bei einem weiteren Besuch einige Zeit später, war sie über Felix Fortschritte sehr erstaunt! Von ihrer Seite kam kein Vorschlag der Notwendigkeit einer Therapie. Der nächste Termin wurde dann von mir gestrichen". Kempten, im Juli 1999


Emil Ein weiteres Beispiel dafür, das es manchmal sinnvoll ist, früh mit der Therapie zu beginnen, zeigt der Bericht einer Mutter eines Vorschulkindes. Hier wird auch deutlich, dass es notwendig sein kann, neue Therapiemethoden (die „Lateralitätsbahnung“) nicht erst einzusetzen, wenn ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachweisbar ist. Dazu der Brief von Emils Mutter.

Eine andere neue Therapiemethode ist die Davis-Methode -"Legasthenie als Talentsignal", die vor allem in Deutschland umstritten ist. Zum Teil mit Recht sagen wir, aber es gilt herauszufinden, bei wem und wie diese Methode sinnvoll einzusetzen ist. Bei 3-D-Bilddenkern, die unter ADHS, Legasthenie oder black-outs leiden – oft schwere therapieresistente Fälle – haben wir damit erstaunliche Erfolge. Aber lassen wir die Mutter/Ärztin von Katharina, Herrn J. (Selbstbetroffener) und Holger selbst zu Wort kommen.


Katharina, 10 Jahre, 4. Klasse, Grundschule. Anlass: Legasthenie gemäß Gutachten. Die Mutter: „Meine Tochter hat sich in den 2-3 Monaten Therapie sehr positiv verändert: Besseres Selbstbewusstsein, viel selbständiger, danach Lern- und Lesefreude entwickelt, (davor Lernunlust / Lernverweigerung), Grundhaltung und Mitarbeit viel besser. Sogar eine Nachbarin hat mich angesprochen, dass ihr eine positive Veränderung meiner Tochter auffiel.“ Katharina selbst: "Und das brachte es mir: Selbstbewusstsein- Ich habe festgestellt, dass ich gar nicht so dumm bin.- Dass ich durch die Lerntherapie auch Vorteile habe anderen gegenüber- Verstehe zum ersten Mal mich selbst!- Und ich weiß, dass das, was ich wahrnehme nicht falsch, sondern eine besondere Begabung ist! Was ich bis jetzt alles gemacht habe:- Alphabet (A,B,C....) aus Knetmasse geformt- Rechtschreibübungen- Bachblüten gegen Angst (in Zusammenarbeit mit der Mutter/Ärztin)- Konzentrationstechnik nach R. Davis


Frau K., 43 Jahre: "Vor einigen Monaten erklärte mir Herr Reiner, wie ich mich (...) in einen orientierten Zustand versetzen könne. Es klappte sehr schnell und der Erfolg war größer, als ich erhofft hatte. Ausser dass ich jetzt flüssig lesen kann und das Gelesene besser verstehe, gibt es einige andere faszinierende Veränderungen, die zeitgleich mit dem Erlernen der Orientierung aufgetreten sind.

1. Auch ohne Orientierung verstehe ich das Gelesene besser.

2. Die Farben meiner Umgebung sind im orientierten Zustand klar und kräftig.

3. Früher hatte ich beim Schreiben schnell eine schmerzhafte Schulter. Im orientierten Zustand schreibe ich locker und keine Schmerzen stellen sich ein. Dabei ist das Schriftbild ordentlich, leserlich und übersichtlich, während es früher für mich selbst anstrengend war, selbst geschriebene Texte zu lesen.

4. Wenn ich im orientierten Zustand zu Boden schaue, ist der Abstand länger als im desorientierten Zustand. Meine schulische Laufbahn habe ich damit verbracht, auswendig zu lernen - eine Stragegie, die ich auch im beruflichen Leben angewandt habe, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Ich llitt unter meiner unkontrollierbar und andauernden veränderlichen Wahrnehmung, die hauptsächlich das Gehörte und das Kinästhetische betraf. Die daraus entstandene Verunsicherung in allen Lebensbereichen hat mit dem Erlernen der Orientierung immer mehr nachgelassen und lässt weiterhin nach. Diese Veränderungen und die Chance, die ich nun habe, Bücher bis zum Ende durchzulesen, Filme (und alles was ich sonst noch höre oder lese) zu verstehen, sind eine ganz besondere Bereicherung in meinem neuen Leben. Ich bin froh und dankbar, dass Herr Reiner mir die Möglichkeit gegeben hat, die Orientierung zu erlernen und dass ich mich auf das "Experiment" eingelassen habe."

 

Herr J. Bereichsleiter, ca. 36 Jahre. Anlass: Leseprobleme, v.a. emails. „Ist ja unglaublich, wie schnell man Erfolg sieht durch diese Konzentrationsübung. So ist das Lesen entspannter und leichter!“ Nach dem entspannten Urlaub hatte Herr J. keine Lust auf die Arbeit, denn er wusste, es warteten über hundert e-mails auf ihn. Mit dieser speziellen Konzentrationstechnik ist eine entspannte Rückkehr aus dem Urlaub möglich.


Eine Stärke dieser Praxis ist das äußerst individuelle Vorgehen: Dies ermöglicht nicht in allen, aber doch in vielen Fällen schnelle Erfolge und eine kurze Therapiedauer. Dazu die Mütter von Katharina und Johannes oder auch Hr. J. oder Emil (s. o.).

 

Johannes, 11 Jahre, 4. Klasse, Waldorfschule

Anlass: Rechenschwäche. Bericht/Brief der Mutter: „Unser Sohn Johannes leidet aufgrund einer Stoffwechselerkrankung auch an einer Rechenschwäche. Am Beginn der Schulzeit zeigte sich diese nur bedingt. Mit jeder weiteren Klasse jedoch wurden die Hürden im Rechnen immer höher und schienen unüberwindbar. Verschiedene Rechenoperationen in immer größeren Zahlenräumen, die mit vielfältigen Mitteln in Schule und Elternhaus erklärt wurden, konnten nicht umgesetzt und somit nicht verstanden werden. Frustration und Abneigung gegen das Rechnen und die Schule waren die Folge. Doch die Arbeit in der „Therapeutischen Lernpraxis“ von Herrn Reiner hat eine Wende gebracht. Schon nach 5 Stunden konnten deutliche Verbesserungen erkannt werden. Der guten, einfühlsamen Arbeit der Therapeuten ist es nun zu verdanken, dass Johannes wieder mehr Freude am Lernen und auch wieder mehr Selbstbewusstsein hat. Vielen Dank!


Wir sind keine Gegner von Psychopharmaka (Ritalin, Medicinet u.a.), aber - wie übrigens auch die meisten Wissenschaftler - wir sind Kritiker: man sollte zuerst andere Methoden/Behandlungen ausprobieren. Ein Junge konnte nach einigen Monaten Therapie bei uns seine Tabletten absetzen - hier steht, wie es Fabian jetzt geht.


Fabian, 12 Jahre, 5. Klasse, Förderschule

Anlass: Rechen- und Lernprobleme. Fabian: „Ohne Tabletten geht es mir sehr gut, ich fühle mich frei wie ein Vogel. Mit Tabletten war es ganz schön blöd, das Schlucken war anstrengend. Mit Tabletten fühlt man sich bedrückt und unglücklich. Ich bin froh, dass ich sie nicht mehr nehmen muss. Mit Tabletten konnte ich mich schlechter konzentrieren“(!?).


Lothar, inzwischen 13 Jahre, Legastheniker mit ausgeprägtem ADHS, kenne ich seit 6 Jahren. Einer der allerschwersten "Fälle". Seine Negativ-Schulkarriere reicht von Grundschule 1. Klasse zu Förderschule zu Privat-Förderschule. Hier empfahl ich dann Ritalin, damit er nicht auf eine Schule für Erziehungshilfe musste. Die Psychopharmaka halfen ihm ansatzweise, zumindest mehr als vieles andere, was Eltern und Therapeuten versuchten (Familientherapie, Verhaltenstherapie, Mineral-Präparate u.a.). Der Start vor 1 Jahr auf einem Sport-Internat war schwer. Sobald ich ihn wieder treffe werde ich hier weiteres berichten!


Dass Hannes, 4. Klässler einer Privatschule, ein ähnlich schweres Schicksal erlitt, hat ganz andere Gründe: Ich erzähle es, um zu zeigen was passiert, wenn der Therapiebeginn zu spät erfolgt. Er wurde mir damals wegen schwerer Legasthenie vorgestellt, nachdem er deswegen einen 6 wöchigen stationären Klinikaufenthalt hinter sich hatte und dennoch nur langsam lesen und kaum schreiben konnte. Er wohnte dem Unterricht körperlich, aber selten geistig bei. Eine Spezialbrille eines Augenspezialisten brachte schnelle Erleichterung beim Lesen, aber alles andere dauerte: Die Kostenübernahmeerklärung des Jugendamtes, die Rücksichtnahme und Einhaltung des Legasthenie-Erlasses durch die Schule und verständlicherweise auch die ersten Therapieerfolge. Eindeutiger Therapieerfolg war, dass er vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern mündlich fast durchschnittliche Leistungen erzielte. Der Frust blieb aber groß, die Therapie wurde nicht verlängert und Hannes war froh, als er seine Pflichtschulzeit hinter sich hatte. In der Lehre dann beim praktischen Tun ging's endlich bergauf....ich traf die Familie mal bei Ikea!

 

Till Last but not least komme ich endlich zu Till, dem 2. Klässler einer Montessorischule. Er hat als Fall schon 1996 zu Berühmtheit erlangt im 1. medizinischen Lehrbuch über "Applied Kinesiology" von Wolfgang Gerz. Seine Eltern gingen entgegen der Empfehlung der Schule nicht zum Familientherapeuten und nicht zur Lernbehindertenschule, sondern zu uns. Als gelungenes Beispiel einer streng naturheikundlichen Behandlung unter anderem mit Nährstofftherapie und einer interdisziplinären Zusammenarbeit ist der ausführliche Bericht von Till lesenswert, zumal die Wirksamkeit der Nährstofftherapie nach über 12 Jahren inzwischen wissenschaftlich belegt ist.

Integative interdisziplinäre Lerntherapie umfasst mehr als diese 12 Fallberichte - aber hier bekommen sie zumindest einen Einblick!