Neurodivergenz
Neurodivergenz beschreibt Unterschiede in der neurologischen Funktionsweise des Gehirns.
Der Begriff betrachtet neurodivergente Menschen nicht als „krank“ oder fehlerhaft. Stattdessen beschreibt er die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Menschen Informationen unterschiedlich wahrnehmen und verarbeiten.
Diese Unterschiede können zwar Herausforderungen mit sich bringen, gehen aber häufig auch mit besonderen Stärken und Fähigkeiten einher.
Ein Mensch gilt als neurodivergent, wenn seine neurologische Entwicklung, sensorische Verarbeitung, Informationsverarbeitung oder Wahrnehmung deutlich von der gesellschaftlich vorherrschenden Norm abweicht.
Im klinischen Kontext wird – insbesondere bei Lernstörungen – häufig von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (nach ICD-11) oder allgemein von Entwicklungsstörungen gesprochen.
Der Begriff Neurodivergenz ist jedoch der heute bevorzugte gesellschaftliche und inklusive Oberbegriff, da er Unterschiede wertfrei beschreibt und die Vielfalt neurologischer Entwicklungsformen betont.
Lernstörungen
- Legasthenie
- Dyslexie
- Dyskalkulie
- Dysgraphie
Weitere neurodivergente Ausprägungen
- ADHS/ADS
- Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
- Dyspraxie
- Hochbegabung
- Hochsensibilität
- Tourette-Syndrom