ADHS

1. Definition & Symptomatik

ADHS zählt zu den sog. Verhaltensstörungen mit drei Hauptsymptomen: 

  • Unaufmerksamkeit: Unachtsamkeit bei Aufgaben, starke Ablenkbarkeit, Probleme bei langfristiger Fokussierung, Unorganisiertheit und Vergesslichkeit.
  • Hyperaktivität: Ausgeprägter Bewegungsdrang, Unfähigkeit ruhig zu sitzen, exzessiver Redefluss. Im Jugend- und Erwachsenenalter weicht die körperliche Unruhe oft einer inneren Unruhe/Anspannung.
  • Impulsivität: Mangelnde Fähigkeit zur Belohnungsverzögerung, Schwierigkeiten abzuwarten (z. B. anderen ins Wort fallen, Antworten herausplatzen lassen).

2. Ursachen & Entstehung

Die Entstehung ist multikausal und setzt sich aus biologischen sowie sozialen Faktoren zusammen:

  • Genetik: Hohe Erblilchkeit  (ca. 76 %.)
  • Neurobiologie: Ungleichgewicht von Neurotransmitter
    • Folgen: Dadurch kommt es zu Beeinträchtigungen in der Aufmerksamkeitsleistung, exekutiven Funktionen (Handlungsplanung, Selbstregulation) und Motivation (Belohnungsaufschub).
  • Umwelt- & Risikofaktoren: Alkohol-/Nikotinkonsum in der Schwangerschaft, Geburtskomplikationen, niedriger Sozioökonomischer Status, Alleinerziehung. Frühkindliche Entwicklungsstörungen, exzessives Schreien und Emotionsregulationsprobleme.
  • Familie: Inkonsequente Erziehungsmethoden oder bestrafende Erziehung, können die Symptome aufrechterhalten bzw. verstärken (sind aber keine Ursache). 

In unserer Lerntherapie fördern wir mit bewährten Methoden die Konzentration, stärken das Selbstwertgefühl und stellen die Freude am Lernen wieder her.